Meine persönliche Pokergeschichte: Frust, Aufstieg, Ausstieg (Jens, 24)

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Ich bin Jens, bin kürzlich 24 Jahre alt geworden und komme aus Berlin. An dieser Stelle möchte ich euch meine ganz eigene Pokergeschichte mit allen Höhen und Tiefen berichten. Bereits als Jugendlicher hat mich der Pokerboom fasziniert. Der Auslöser bei mir war der Sieg von Chris Moneymaker bei der World Series of Poker im Jahr 2003. Doch damals war ich erst 11 Jahre alt und konnte weder Online, noch in einem Casino pokern. Deshalb spielte ich ab und an mit Freunden, doch das langweilte mich schnell, denn sie nahmen das Spiel nicht ernst und spielten sehr schlecht. Ich selbst kaufte regelmäßig Poker Zeitschriften und las Artikel über Strategien und aktuelle Turniere.

Meine Begeisterung für das Spiel war dann nach einigen Monaten wieder vorbei.

Etwa 6 Jahre später, im Jahr 2009 erfuhr ich, dass ein Klassenkamerad von mir auch Online Poker spielt und er dabei ein wenig Geld verdient. Er spielte damals NL10 und NL20 im iPoker Netzwerk und verdiente sein Geld ausschließlich über Rakeback. Doch mich hat das trotzdem fasziniert, denn als Schüler sind 20€ bereits eine ganze Menge Geld. Er war dabei aber immer locker und hat es verkraftet mal 50 oder 100€ innerhalb von wenigen Minuten zu verlieren, denn er wusste, dass er langfristig Geld macht. Fast jeden Tag ging ich nach der Schule mit zu ihm und beobachtete ihn beim Spielen. Dabei tauschten wir uns oft über Gedankengänge und mögliche Handlungen aus und ich fieberte meinem 18. Geburtstag entgegen.

Als es endlich so weit war kaufte ich eine PaysafeCard für 50€ und setzte mich genau wie mein Freund Kevin an drei NL10 Tische und einen NL20 Tisch. Dabei dauerte es etwa einen Nachmittag bis ich das Geld verloren hatte. Ich verstand zunächst gar nicht genau warum, und so kaufte ich in den folgenden Monaten immer wieder PaysafeCards, welche ich innerhalb von einem oder zwei Tagen verspielte. Schnell erkannte ich, dass es so nicht weitergehen kann, denn als Schüler hatte ich einfach nicht das Geld, um regelmäßig zu verlieren. Trotzdem wollte ich gerne weiter Poker spielen. Deswegen habe ich mir selbst verboten weiter einzuzahlen, bis ich herausgefunden habe, wie ich wirklich profitabel spielen kann. So schaute ich mir zunächst ein paar Youtube Videos an und gewann Interesse an Sit and Go Turnieren. Auf den unteren Limits ist hier vor allem ICM der bestimmende Faktor, denn in der späten Phase lässt sich mit diesem Konzept eine ganze Menge Geld verdienen. Deshalb las ich mich in dieses Thema ein und baute mein Wissen aus. Später fand ich auch einen ICM Trainer, welcher mich vor eine Entscheidung nach der anderen stellte. Dabei hatte ich am Anfang Trefferquoten von 50 oder 60 Prozent. Aber da mir Poker als ganzes so viel Spaß gemacht hab, hab ich bestimmt ein oder zwei Wochen jeden Tag stundenlang mit dem ICM Trainer geübt, bis ich zuverlässig 98 oder 99% der Entscheidungen korrekt hatte. Außerdem sprach ich mit meinem Freund Kevin, warum ich so oft Geld verloren habe, denn es war mir nicht mehr peinlich, dass ich schlechter war als er. Ich habe es viel mehr als Chance gesehen, von ihm zu lernen.

In diesem Gespräch lernte ich, dass er nicht direkt auf NL20 angefangen hat, sondern sich von NL2 hochgespielt hat. Außerdem hat er nicht mit mehreren Tischen angefangen, sondern solange nur an einem Tisch gespielt, bis er konstante Gewinne eingefahren hat.

Als ich also meinen nächsten Versuch startete wollte ich es ihm gleich tun. Deshalb zahlte ich lediglich 10€ bei Titan Poker ein. Diese wurden zunächst um 10€ Free Money für Neukunden ergänzt. Außerdem erhielt ich einen Einzahlungsbonus, welchen ich nach und nach freispielen musste. Ich nahm mir vor lediglich 10 und 20 Cent Sit and Go Turniere zu spielen. Das ging ein paar Tage lang gut, doch natürlich hatte ich auch mal eine Verluststrähne. Diese regte mich so sehr auf, dass ich 5€ Turniere spielte und hier meine gesamte Bankroll vertiltete. Das passierte mir zwei oder drei mal, bis ich auch Tilt als ein großes Problem erkannte. Ich las viele Artikel zu diesem Thema und erkannte, dass ich als Profi auch Pechsträhnen akzeptieren muss. Da ich unbedingt ein Profi werden wollte, nahm ich mir vor, gelassener zu werden. Natürlich hat das nicht sofort geklappt, doch wenn ich mich aufgeregt habe, dann habe ich einfach für den Tag aufgehört zu spielen. So habe ich meine Bankroll nicht unnötig gefährdet.

Nachdem ich auch diesen Faktor unter Kontrolle hatte, stand einem schnellen Aufstieg nichts mehr im Wege. Als ich meine Bankroll nach und nach vergrößerte, konnte ich auf 50 Cent und ein Euro Turniere aufsteigen. Dabei achtete ich darauf, dass ich immer mindestens das 25-fache vom Turnier Buy-In im Account habe. So konnte auch eine kurze Pechsträhne mir nichts anhaben. Außerdem besorgte ich mir eine Testversion von Pokertracker 4. Dieser erlaubte es mir, das Spielverhalten meiner Gegner zu analysieren.

Schnell konnte ich auf Turniere mit einem Buy-In von 5-20€ aufsteigen. Hier erzielte ich einen Return on Investment von rund 7-8%. An einem 20€ Turnier machte ich also einen Gewinn von rund 1,50€. Zusätzlich erhielt ich 50% Rakeback von Titan Poker, was den Return on Investment um weitere 5% steigerte. Ich konnte statistisch gesehen mit einem 20€ Turnier bereits 2,50€ verdienen. Da ich etwa 8-10 Tische spielte und Turniere von 5-20€ mischte hatte ich einen Stundenlohn von etwa 30€, denn ein Turnier dauerte im Schnitt nur 25-30 Minuten. So hatte ich während ich mein Abitur machte im Monat locker 2000-3000€ zur Verfügung.

Und genau hier habe ich den größten Fehler meiner Pokerkarriere begangen. Denn viele Spieler hätten ihr Geld gespart, in Aktien investiert oder genutzt um noch besser zu werden und noch weiter in den Limits aufzusteigen. Doch ich feierte lieber in teuren Discos und kaufte mir Markenklamotten. Darunter litt natürlich auch mein Pokerspiel, denn anstatt die Wochenenden mit Grinden zu verbringen war ich unterwegs. Außerdem hörte ich auf mich zu verbessern. Poker hatte also nicht mehr den höchsten Stellenwert und es war kein Hobby mit dem ich Geld verdiente, sondern ein knallhartes Business, denn natürlich arbeiten auch die Gegner stets an sich. Ich erkannte irgendwann, dass ich keine Chance mehr habe, da ich einfach keine Lust mehr hatte an mir zu arbeiten. Ich liess mir meine letzten 3000€ auszahlen, welche ich auf Neteller und einigen Pokerseiten verteilt hatte und nutze auch diese um mir ein schönes Leben zu machen. Meinem Pokerkollegen Kevin erging es ähnlich. Er stieg etwa gleichzeitig mit mir auf und verdiente ähnlich viel Geld wie ich, denn wir unterstützen uns stets. Doch auch bei unseren teuren Eskapaden waren wir stets zusammen unterwegs. Insgesamt habe ich in dieser Zeit rund 45.000€ gewonnen. Davon habe ich allerdings keinen einzigen Cent gespart. Poker war für mich also eine sehr gute Möglichkeit, um während der Schulzeit und in den ersten Semestern des Studiums finanziell unabhängig zu sein, denn in einigen Monaten hatte ich mehr Geld als mein eigentlich nicht schlecht verdienender Vater. Leider war ich nicht in der Lage langfristig erfolgreich zu sein, denn irgendwann verlor ich den Spaß am Pokern. Und genau das unterscheidet mich wohl von den zahlreichen aus dem Internet und Fernsehen bekannten Profis, denn sie spielen teilweise schon seit Jahrzehnten und haben immer noch Spaß an dem was sie tun und können so über all die Jahre erfolgreich sein.

 

Erfahrungsbericht geschrieben von Jens, 24 Jahre, aus Berlin

 

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